Aus der Wehrhauptversammlung

Bericht des Jugendleiters Jörg Sakatsch

Der erste Bericht auf der Wehrhauptversammlung der Weingartner Feuerwehr war traditionell der Bericht des Jugendleiters Jörg Sakatsch. Er schildete eine positive Situation im Jugendbereich. Der Jugendleiter, sein Stellvertreter und vier Ausbilder kümmern sich um 19 Jugendliche. Sakatsch berichtete von zahlreichen Aktivitäten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung, zu auch die Teilnahme an Wettkämpfen gehört, bringt sich die Jugendfeuerwehr ins gesellschaftliche Leben ein und widmet sich der Kameradschaft, auch mit der Jugendabteilung aus Weingarten Württemberg. Ein Wermutstropfen war Sakatschs Ankündigung einer Veränderung. Nach 22 Jahren werde er und sein Stellvertreter Joachim Walter, der seit 2002 dabei ist, die Jugendleitung abgeben.

In Manuel Gablenz sei ein Nachfolger für den Jugendleiter gefunden. In der nächsten Verwaltungsratssitzung werde der Wechsel bestätigt. Walter bleibt der Jugend erhalten, übernimmt aber keine Führungsarbeit mehr. Der gesamte Wechsel werde schrittweise und in einer gewissen Einarbeitungszeit erfolgen. Ein Stellvertreter für Gablenz sei noch nicht gefunden. Sakatschs Begründung mit ihrer beider Familie mit kleinen Kindern und wachsenden beruflichen Aufgaben war allerdings sehr nachvollziehbar und die Versammlung würdigte ihre Verdienste mit stehendem Beifall. Kommandant Günther Sebold kündigte eine offizielle Verabschiedung an. Auch Werner Russel, der bisherige Obmann der Altersabteilung, hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Sein Stellvertreter Wolfgang Meuser übernimmt es kommissarisch, bis ein Nachfolger gefunden ist. Günther Sebold verlas den Bericht Werner Russels, der von gelebter Kameradschaft sprach und der Wahrnehmung Aufgaben zur Unterstützung des öffentlichen Lebens.

Bericht der Einsatzabteilung

Der stellvertretende Kommandant Christian Koch berichtete über Ausbildung und geleistete Dienste im Jahr 2016. 32 Übungsdienste betrafen die Hauptbereiche „Brand“, „Technische Hilfeleistung“ und „Umwelt“, darüber hinaus wurden Gruppenführer- und Führungsdienste, Sportdienste und sonstige geleistet. Als Besonderheiten wies Koch auf die Brandschutzschulung hin, die auch in Kindergärten gemacht wird. Die Jahreshauptübung war unter großer Beteiligung der Feuerwehr ein voller Erfolg und stieß auf große Resonanz in der Bevölkerung.  Die Fortbildung durch Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen, einerseits notwendige Voraussetzung für eine Beförderung, andererseits unerlässlich, um den wachsenden Anforderungen im Feuerwehralltag gerecht zu werden, hat bei der Weingartner Wehr einen großen Stellenwert. Der stellvertretende Kommandant Christian Martin berichtete über 93 geleistete Einsätze, davon 39 im Bereich „Brandlöschung“ und 42 als Technische Hilfeleistung. Viele Personen konnten gerettet werden, für einige wenige kam leider jede Hilfe zu spät. Als markante Beispiele für Einsatzszenarien nannte er Bäume wegräumen nach einem Sturm,  einen Dachstuhlbrand, ausgelaufene Chemikalien beseitigen und eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall. Tobias Grünwedel berichtete über die Arbeit des Feuerwehrausschusses, der sich mit der Organisation feuerwehrinterner Veranstaltungen und Arbeitsabläufen befasst. Günther Sebold berichtete über die  Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewarts in interkommunaler Zusammenarbeit mit Walzbachtal und der Erstellung einer Alarmordnung. Die neue integrierte Leitstelle gehe am 14. März in Betrieb und die Ersatzbeschaffung für einen Gerätewagen Transport sei in Arbeit.

Neuzugänge, Beförderungen und Ehrungen

Erfreulicherweise habe die Aktive Wehr zehn Neueinstiege zu verzeichnen, die an diesem Abend offiziell aufgenommen wurden. Daraufhin erfolgte eine Reihe von Beförderungen aufgrund absolvierter Lehrgänge. Bürgermeister Eric Bänziger nahm eine Reihe von Ehrungen vor für langjährige Zugehörigkeit zur Wehr.  Die Ehrennadel in Bronze für  10jährige Zugehörigkeit erhielten Manfred Sauder jr., Christian Adam und Andreas Michels. Mit Silber für 20jährige Zugehörigkeit geehrt wurden Roswitha Blum-Langendörfer, Patrick Grünewald und Thomas Heinold. Eine Dankesurkunde für 50 Jahre erging an Fritz Holl und der Dank der Gemeinde für 60 Jahre erging an August Görner und Richard Reuter.

Ansprache des Bürgermeisters

Bürgermeister Eric Bänziger sprach der Feuerwehr in allen Bereichen Lob aus. Vor allem das Kommando beweise eine gute Hand in Sachen Menschenführung. Es sei die Aufgabe des Kommandanten, jedem nach seinen Fähigkeiten und erlernten Fertigkeiten die richtige Aufgabe zu übertragen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Es sei ebenfalls Aufgabe des Kommandos, die Aktiven zu schützen, zu achten und sie mit der notwendigen Ausrüstung zu versorgen. Das alles funktioniere in der Weingartner Wehr tadellos. Der Zusammenhalt innerhalb des Leitungsteams stimme. Sachbezogene Diskussionen erzielten konstruktive Lösungen. Das alles strahle auf die Mannschaft ab und erzeuge ein Klima von vorbildlicher Zusammenarbeit und Zusammenhalt, auch gegenüber dem DRK. Das gute Miteinander sei die Basis für gute Leistungen. An die Unterkreisführung richtete Bänziger die Bitte, den Neueinsteigern zeitnahe Fortbildungsmöglichkeiten einzurichten. Der Altersmannschaft zollte der Bürgermeister ein Lob für ihre gelebte Kameradschaft und für ihr Interesse an den Tätigkeiten der aktiven Wehr. Der Jugend galt sein Lob für ihre Motivation. Sie seien der wichtigste Garant für dauerhafte Einsatzbereitschaft. Der Gerätewagen Transport sei mit 170.000 Euro wahrlich keine Kleinigkeit, aber als eine Investition in eine zeitgemäße Ausstattung, habe der Gemeinderat – der mit fast allen Fraktionen vertreten war - das Geld im Haushalt bereitgestellt. Als Zeichen des Dankes, der Anerkennung überreiche die Gemeinde den Feuerwehrmitgliedern eine Anzahl Handtücher.

Ansprachen des stellvertr. Kreisbrandmeisters und des Unterkreisführers

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ullrich Koukola lobte die Weingartner Wehr als „zuverlässigen Partner der umliegenden Gemeinden“. Sie verwende viel Zeit für Übungen und die Gemeinde könne auf solch eine hervorragende Arbeit stolz sein. Unterkreisführer Christian Bauer berichtete ebenfalls über verschiedene Fortbildungen und Lehrgänge und verwies auf die Möglichkeit eines berufsbedingt modifizierten Grundlehrgangs, bei dem die Weingartner Wehr als Ausbilder vor Ort Teile der Prüfung übernommen hatten. Entscheidend sei die persönliche Einstellung und Motivation der Betreffenden gewesen. Nach einem kurzen Bericht des Vertreters der Oldtimergruppe schloss Kommandant Günther Sebold den Abend mit einem Dank an das Rathaus und den Gemeinderat für die ganzjährige Unterstützung. 

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