„Weingarten entdecken, erforschen, erleben“- Ausstellung im Rathaus-Foyer

Heimatkunde aus kindlicher Sicht: Ein Jahr lang haben die Kinder des Kindergartens „Am Alten Friedhof“ mit ihren Erzieherinnen Claudia Gamer und Heidi Väth ihren Heimatort Weingarten „entdeckt, erforscht und erlebt“. Daraus entstanden sind Bilder, die auf äußerst kreative Art das auf den Punkt bringen, was die Kinder gesehen, aber auch tatsächlich empfunden haben. Ins Auge springt die Weintraube, Weingartens Wappen. Dicke blaue Beeren wurden mit Korken gedruckt. Fachwerkhäuser in der alten Ortsmitte wurden am besten aus Karton gebastelt und mit vielen Streifen aus dunklem Tonpapier kreuz und quer beklebt. Beeindruckend ist ein Bild vom Tor zum alten Friedhof. Die kleinen Künstler haben das mächtige Sandsteintor und den dahinter liegenden Park mit einem Dickicht aus gespannten Fäden dargestellt, was dem Ort etwas Verwunschenes gibt.

„Wir sind auf den Wartturm hinaufgestiegen und haben uns von Horst Bartholomä das bäuerliche Museum zeigen lassen“, berichtet Heidi Väth, „und von oben haben wir das Rathaus gesehen“ rufen die Kinder. Sie sind den Walzbach entlanggegangen, vorbei am Wasserrad und am Schaukelpferd beim Gailbumber, was sich ebenfalls in einem Bild wieder findet. Und sie waren in der Kirche, in der Beate Siegrist für sie die Orgel gespielt hat. Begleitet werden die Bilder von textlichen Aussagen der Kinder, warum sie Weingarten „schön“ und „weniger schön“ finden. Unter den positiven Aussagen findet sich, dass es „Geheimwege gibt, die man erforschen kann“, den Baggersee, den Bolzplatz, den Wald, aber auch „dass es schon lange keinen Krieg mehr gab“. Negativ fallen auf: Autos, Verkehr überhaupt und der damit verbundene Lärm und Abgasgeruch, aber auch Einbrecher und die Auswirkungen vieler Baustellen. „Es wäre zu schade, wenn nur die Eltern diese Bilder sehen würden“, fand Gemeinderat Werner Burst. Bürgermeister Eric Bänziger kam seinem Anliegen nach einer öffentlichen Ausstellung entgegen und nun hängen die Bilder noch für einige Tage an der Pinnwand im Bürgerbüro. Der Bürgermeister rundete das Thema „Weingarten“ noch mit einem kurzen Rundgang durchs Rathaus ab. Er zeigte ihnen, dass in den Räumen des Bürgerbüros ebenfalls Weingartener Motive an die Wand gemalt waren, ganz ähnliche, wie von den Kindern entdeckt.

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