Das „Köpfle-Rennen“ macht immer wieder Spaß

Das „Köpfle-Rennen mit Bobby-Cars“ der EC-Jugend ist seit Jahren eine Erfolgsgeschichte, die ihre Zuschauer findet. Wurde von Anfang an auf Sicherheit sehr viel Wert gelegt, wurde jetzt seitens der Veranstalter auch der Unterhaltungswert für diejenigen aufgerüstet, die nicht unmittelbar an der Absperrung stehen. Eine professionelle Live-Übertragung ermöglicht es von den Sitzbänken im Zuschauerbereich aus die Fahrt ab dem Start in den Weinbergen des Katzenbergs, um eine 90-Grad-Kurve und durch die Strohballenschikane, hautnah zu verfolgen. Die Startrampe Marke Eigenbau ist optimal an den Neigungswinkel der Straße angepasst, so dass einer rasanten Beschleunigung von Anfang an nichts im Wege steht. David Metzger, bewährter Moderator dieses Kult-Events, hatte auch in diesem Jahr wieder das Mikrofon in der Hand.

Acht Teilnehmer waren in der Amateurklasse gemeldet, also gab es einen Modus jeder gegen jeden mit Rennen um Platz drei und Finale. Amateurklasse bedeutet, dass die Bobby-Cars im Originalzustand gefahren werden müssen. „Wenn Kinder weichere Gummireifen nehmen anstatt Hartplastik wird das noch geduldet“, sagt Metzger, „und in der Tuningklasse motzen die Fahrer ihre Fahrzeuge richtig auf, aber in der Amateurklasse geht in dieser Hinsicht nichts.“ Hier kommt es also tatsächlich auf die eigene Leistung an. Beeinflussbar ist natürlich die aerodynamische Haltung, ob sitzend oder liegend, vergleichbar dem Schlittenfahren und hier macht sich die Erfahrung des Fahrers bemerkbar. An diesem Tag sind einige bereits sehr erfahrene am Start, darunter Joachim Künzler, „ein ganz ausgekochter Fuchs“, und Heiko Geigle, der Titelverteidiger von 2016.  Künzler gegen Thorben Metz: „Zwei Siegfahrer“ sagt Metzger und kündigt eine „ganz enge Kiste“ an. Fehlanzeige. Metz bleibt am Strohballen hängen und hat in diesem Durchgang keine Chance mehr.  Heiko Geigle kann gegen Elisabeth Schüller, einzige Frau im Rennen, seine Erfahrung ausspielen aber gegen Tim Gottschlick liegt er bis zum Schluss Kopf an Kopf. „Die Kurve bringt oft die Entscheidung“, sagt Metzger, „das ist auch ein psychologisches Moment, ob man da die Nerven behält.“ Im Duell Schüller gegen Künzler sieht es für Schüller zunächst gut aus. Künzler stürzt, sie hat die Chance, dem alten Fuchs davonzuziehen. Und sie nutzt sie – bis er sie zwei Meter vor dem Ziel doch noch einholt. Was für eine Spannung. Mehr und mehr Zuschauer stehen an der Absperrung und verfolgen die spannenden Läufe, bei denen es zwar auf Zeit geht, denn der schnellste aus allen Durchgängen wird am Ende auf dem Treppchen stehen. Aber nicht für alle ist das das Wichtigste. „Für mache ist auch der Weg das Ziel“, sagt Metzger.

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