Pfarrerin Bettina Fuhrmann feierlich verabschiedet

Nach siebenjähriger Amtszeit als Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Weingarten wurde Bettina Fuhrmann aus dem Amt verabschiedet. Dekan Martin Reppenhagen hat sie in einem Gottesdienst am Samstagnachmittag entpflichtet und gesegnet. Ihrer Abschiedspredigt hatte Fuhrmann den Predigttext von Markus 40 zugrunde gelegt: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat“. Dazu thematisierte sie das Ausgeschlossensein. Ausgegrenzt. Nicht teilhaben dürfen. Ein Außenseiter sein. Reppenhagen las aus den Visitationsberichten und berichtete, die Weingartner schätzten ihre Pfarrerin ihrer guten Predigten wegen. Der Ältestenkreis schätze ihre zupackende und praktische Art.

Bettina Fuhrmann hat Weingarten verlassen, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Sie wurde in den Oberkirchenrat berufen. Darüber habe sie sich sehr gefreut. Ihre Aufgaben in der „Abteilung für Mission und Ökumene“ des EOK erfordern Kompetenzen, die im Pfarramt so nicht gebraucht wurden und die sie nun, zusammen mit der Erfahrung aus dem Pfarramt, einbringen kann; z. B. theologisches Arbeiten und Fremdsprachenkenntnisse.In ihrer Zeit als Pfarrerin sei zunehmend mehr Zeit in die Verwaltung geflossen, aber am Herzen gelegen haben ihr die Gottesdienste.  Zwergengottesdienste für kleine Kinder, der Stallgottesdienst zu Weihnachten und die art-Gottesdienste, die sie selbst entwickelt habe. Als die katholische Kirche „Asyl“ benötigt habe, sei es für sie und den Kirchengemeinderat selbstverständlich gewesen, das Gotteshaus mit der Schwestergemeinde zu teilen. Es sei niemals eine Belastung gewesen. Weingarten habe sie als Wohnort sehr angenehm empfunden. Sie habe sich wohl gefühlt, wenn auch ihre starke Auslastung im Amt ihr wenig Zeit für private Kontakte erlaubt habe.  In ihrem neuen Aufgabenfeld unterstützt und begleitet sie haupt- und ehrenamtliche Beauftragte für Mission und Ökumene in den Kirchenbezirken und -gemeinden in Mittelbaden in ihrer Arbeit und bietet Fortbildungen an. Zum anderen begleitet sie Gemeinden anderer Sprache und Herkunft, die in unseren Kirchen und Gemeinden zu Gast sind und halte über den internationalen Pfarrkonvent Kontakte zu deren Pfarrer und Pfarrerinnen aus ganz Europa, Afrika und Asien.

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