Abwasserverband „Am Walzbach“ beteiligt sich an Prototypen-Tests zur Phosphorrückgewinnung

Im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) fördert das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft) die Entwicklung marktorientierter Technologie. Zusammen mit den Kompetenzzentrum für Materialfeuchte (KIT), dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik (KIT) und der Wolftechnik Filtersysteme GmbH & Co. KG bildet das in Weingarten ansässige Unternehmen Alltech eine Projektpartnerschaft zur Entwicklung eines Verfahrens zum ressourcen- und energieeffizienten Recycling von Phosphor aus kommunalen und industriellen Abwässern. Das zur Phosphorrückgewinnung angewandte Verfahren basiert auf dem am KIT entwickelte P-RoC-Verfahren. Phosphor ist für alle Lebewesen ein essenzielles Element, da es primär als Speicher der Erbinformation und als Träger des Stoffwechsels dient.

Da die weltweiten Phosphorreserven aber begrenzt sind, bedarf es eines ressourcenschonenden Recyclings von Phosphor aus Abwasser. Nachdem die Prototypentests mit Modellabwässern bei Alltech erfolgreich verlaufen sind, wurde die Anlage nun auf der Kläranlagen Weingarten mit Zentrat getestet. Harald Schumacher, Abwassermeister des AZV „Am Walzbach“ erklärt: „Unter Zentrat versteht man eine Flüssigkeit, die beim Abtrennen von Feststoffen aus dem Abwasser entsteht.“ Das Abwasser der Gemeinde Weingarten und Walzbachtal ist zwar an sich schon sehr wenig Phosphat-belastet, dennoch waren die Versuche unter Realbedingungen für den Projektverlauf sehr wichtig. Mario Bosch, der die Versuche von Seiten der Alltech Dosieranlagen GmbH begleitete, erläutert: „Die Zusammenarbeit mit dem Abwasseverband  funktioniert reibungslos – auch die räumliche Nähe ist ein großer Vorteil. Wenn es während der Versuche Probleme gibt, sind wir schnell vor Ort und können umgehend reagieren.“ Die Pilotversuche mit dem Zentrat der Kläranlage haben bewiesen, dass die Phosphorrückgewinnung mit dem P-RoC-Verfahren möglich ist.

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