Zweitklässler sind happy im Container

„Was, mein Kind soll in diesen schrecklichen Blechkisten unterrichtet werden?“ mögen sich manche Eltern gedacht haben, als die Gemeindeverwaltung aus „akuter Raumnot“ heraus für die Turmbergschule Container als Klassenzimmer aufstellen ließ. Nun sind sie da, die Schülerinnen und Schüler sind eingezogen und die Situation stellt sich ausgesprochen positiv dar. Die Turmberg-Rundschau hat  die Zweitklässler in ihrem neuen Domizil besucht. Zwei Klassenzimmer, ein Musikzimmer, ein geräumiger Flur, Toiletten und ein Behinderten-WC bilden die Einheit, die aus 20 Elementen besteht. „Sie sind genauso eingerichtet wie ein Klassenzimmer“, sagt Rektorin Karin Sebold. Es seien ausreichend Lichtschalter und Stromanschlüsse vorhanden. Die Wände seien zwar wärmegedämmt, dennoch sei eine Klimaanlage eingebaut, die verhindern soll, dass sich die Sommerhitze allzu sehr staut. Große Fenster machen die Räume hell und die kleinen Schüler fühlen sich sichtlich wohl.

„Wir haben nichts Nachteiliges gehört“, sagen die Schulleiterin und ihr Stellvertreter Jürgen Holderer übereinstimmend. Bei der Einschulungsfeier, die die Zweitklässler für die Schulanfänger gestaltet haben, hätten einige Eltern die Gelegenheit genutzt, einen Blick hereinzuwerfen und seien angenehm überrascht gewesen. „Die Kinder waren aufgeregt“, berichtet ihre Lehrerin Anne-Kathrin Paulke. „Aber positiv, denn sie finden es toll, dass sie jetzt ihr eigenes Reich haben, weg von den anderen.“ So sagt es auch Lilia, die sich freut, dass sie „nicht mehr mit den Jugendlichen“ zusammen sind. Emma bestätigt, es sei „toll hier, weil die Großen vorher laut waren“. Jonathan empfand die Situation „ungewöhnlich“, Merle wusste gar nicht was ein Container eigentlich ist und Ben ist über die Klimaanlage begeistert. Nur eines wünscht sich die Lehrerin: „Einen anderen Namen für die Räume“. Die Bezeichnung „Container“ sei nicht schön und beinhalte einen negativen Beigeschmack. Doch nach Blechkiste. Vielleicht haben ihre Schüler eine Idee?

Zurück