Elisa und Elina freuen sich über ihre tolle Zeit

Zwei Jahre lang grüßten sie als Weinhoheiten  lächelnd und mit einem Gläschen in der Hand von großen Plakaten an den Ortseingängen die einfahrenden Autofahrer: „Willkommen im Weinort Weingarten“. Zum Zeitpunkt, als diese Aufnahmen entstanden, hatten Elisa und Elina vielleicht eine leise Ahnung, was für eine aufregende Zeit vor ihnen liegen würde. Aber schon damals hatten die Beiden darum gebeten, nach Ablauf ihrer Amtszeit diese Schilder mitnehmen zu dürfen. Jetzt war es soweit.

Bürgermeister Eric Bänziger hat den beiden jungen Frauen die Bilder offiziell überreicht. Mehr als zwei Jahre waren seit dem Fotoshooting vergangen – Anlass genug für Beide, einen Blick zurückzuwerfen. Beide gingen damals noch zur Schule und sind jetzt Studentinnen. Der Bürgermeister sagte, er habe sich sehr gefreut über die tolle Zusammenarbeit. Die Zeit sei für alle sehr schnell vergangen. Ob sie denn eine Beziehung zum Wein behalten hätten? Das bejahten die jungen Damen gerne, schon allein über die Ausbildung. Elina studiert Internationale Weinwirtschaft in Geisenheim am Rhein und könnte sich vorstellen, eines Tages ein Weingut zu leiten. Selbst Weinbau zu betreiben allerdings weniger. Elisa hat sich dem Fach „Public Relations und Marketingkommunikation“ zugewandt und absolviert ein duales Studium an der Uni Heidelberg und einer Firma in Weingarten. Auch sie könnte sich vorstellen, ihre Kenntnisse auf dem Gebiet „Weinvermarktung“ einzusetzen. Einmal Weinkönigin – immer Weinkönigin? Elisa lacht: auf Parties werde sie schon öfter mal aufgefordert, „Elisa probier Du doch mal den Wein, ob der was taugt. Du warst doch schließlich Weinkönigin“. Außerdem findet sie es „cool, dass ich auch ohne Dirndl und Krönchen immer noch erkannt werde“.  Elina hat gelernt, auf Qualität zu achten, hat ihren Gaumen geschult, aber ihr Herz bleibt den Burgunderweinen aus der Heimat treu. Mit einem Riesling aus dem Rheingau beispielsweise könne sie gar nichts anfangen. Mit Kennerblick sieht sie auch die Verbesserungen in der Weingartener Weinmanufaktur: Die Strukturierung des mittlerweile sehr breiten Angebots, die Bemühungen um neue Produkte und die geschickte Vermarktung durch ständig wechselnde Sonderangebote. Für jede von ihnen sei das Bild eine liebenswerte Erinnerung an eine tolle Zeit, die sie niemals missen möchten – aber jetzt auch nicht mehr wiederholen könnten. „Das Amt fordert schon sehr viel Zeit“, räumt Elisa ein. Beide stimmten überein: Man muss das Amt mögen. Mitnehmen, was einem geboten wird und dankbar sein für diese Chance. „Das Schild werden wir aufbewahren“ lächeln beide. „Und dann wieder rausholen, wenn Eure Töchter im Kindergartenalter sind“, schmunzelt der Bürgermeister. „Dann ist der Weg für die Nachfolge vorgezeichnet!“

Zurück