Breitband für „Moorblick“ in Betrieb genommen

Großer Bahnhof für einen echten Fortschritt: Mit dem gemeinsamen Druck auf den symbolischen Knopf gaben Landrat Christoph Schnaudigel und Bürgermeister Eric Bänziger im Beisein von einigen Gemeinderäten den Startschuss für den Betrieb des Glasfasernetzes für schnelles Internet.

Der erste von fünf Übergabepunkten (POP) vom Backbone des Landkreises an das Netz der Gemeinde war in Betrieb genommen. Die anderen sind an der Schule platziert, an der Waldbrücke zur Erschließung des Gewerbegebiets Sandfeld und in den beiden Weilern Sohl und Sallenbusch. Der Bürgermeister erinnerte an den Gemeinderatsbeschluss von 2014, der Breitbandgesellschaft des Landkreises beizutreten und die Fördermittel des Ministeriums für Ländlichen Raum in Anspruch zu nehmen. Ein Förderanteil von 14 Millionen für die Gemeinden im Landkreis sei zugesagt, berichtete Schnaudigel.

Der Projektmanager des Landratsamts, Ragnar Watteroth, hatte seinerzeit informiert. Die hohe Wachstumsrate an Bedarf von leistungsstarken Datentransportkapazitäten mache diesen Ausbau erforderlich, sagte er in dieser Sitzung. Alle 18 Monate verdoppeln sich die Anforderungen an die Übertragungsrate. Ein Anschluss an eine „Datenautobahn“ stehe heute für eine Gemeinde als Standortfaktor an erster Stelle und sei eine Voraussetzung für Gewerbeansiedlung. Der Masterplan wurde bereits 2015 ausgearbeitet und beinhaltet alle Standorte für Verteilerkäsen sowie die Leistungsführungen an alle Häuser. Ziel sei es, fuhr Bänziger fort, sukzessive alle Straßen, sobald eine aus baulichen Gründen geöffnet werde, mit Breitband auszustatten. Das Neubaugebiet „Moorblick“ sei das erste, das komplett mit Leerrohren ausgestattet sei, an 35 Hausanschlüsse seien bisher Glasfaser eingeblasen. Dass die Telekom ebenfalls im Ort Kabel verlege, halte er für höchst unwirtschaftlich. Außerdem verwende Telekom keine Glasfaser bis ans Haus.

Schnaudigel lobte diese vorbildliche Planung, denn der Bedarf sei da, auch in der Peripherie. Auch kleine Weiler hätten Anspruch auf schnelles Internet. Andererseits müsse auch der Landkreis durch eine große Bandbreite Erträge erwirtschaften, was nur durch zahlreiche Anschlüsse gelingen könne. Eine besondere Verpflichtung bestehe in öffentlichen Gebäuden, darunter den Feuerwehren, die mit digitaler Alarmierung arbeite. Mit dem Betreiber Inexio bzw. der Tochterfirma Quix, die im ländlichen Raum arbeite, seien 200 Megabit jederzeit garantiert.

Matthias Groß, Vertreter der Ausführungsfirma Netze BW, betonte, gerne Partner der Kommunen zu sein mit Priorisierung der örtlichen Gegebenheiten. Leistungsstarke Partner wie TelemaxX und Netze BW zeichnen den Raum Karlsruhe aus. Sie schaffen Zeitressourcen und setzen Prioritäten auf die örtlichen Gegebenheiten.

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