Sohl ist jetzt am Breitbandnetz, Sallenbusch zieht in Kürze nach

Die Zukunft ist auch in den Weilern Sohl und Sallenbusch angekommen. Mit der Inbetriebnahme des zweiten Übergabepunkts vom Glasfasernetz des Landkreises an ein einzelnes Quartier verfügen nun die Bewohner der Siedlung Sohl über einen Anschluss an die schnellste Datenautobahn. Der Übergabepunkt im Sallenbusch wird in wenigen Tage folgen.

Bürgermeister Eric Bänziger und der Vertreter des Landrats, Ragnar Watteroth, drückten den symbolischen Startknopf. Er freue sich, dass die Breitbandgesellschaft des Landkreises und Telemaxx das Projekt Glasfaser für schnelles Internet so zeitnah verwirklicht hätten, begann Bürgermeister Bänziger. Mit mehreren Übergabepunkten und Leitungen in jedes Haus werde Weingarten in den nächsten Jahren gut aufgestellt sein. Watteroth sprach über die nicht unbeträchtlichen Kosten. Die Leitungsführung vom Ort bis zu den beiden Siedlungen betrug 650.000 Euro.

Das Land Baden-Württemberg unterstütze mit 150.000 Euro, ein Hausanschluss koste 400 Euro. Den Landwirten sei jetzt zukunftsfähiges Arbeiten möglich, denn auch die automatisierte Landwirtschaft habe großen Bedarf: „Strom und Wasser reicht schon lange nicht mehr“. Der Vertreter des Netzverlegers Netze BW, Achim Häge lobte den Mut des Bürgermeisters und des Gemeinderates, das durchzusetzen. 660 Meter Mikrorohre seien verlegt worden, 500 Meter Backbone und die Anschlussquote in Sohl und Sallenbusch liege bei 100 Prozent, landkreisweit bei 20 Prozent. Bänziger wünschte den Landwirten weiterhin eine gute Arbeit, die Bedingungen dafür seien jetzt geschaffen. Katja Kiefer von der Betreiberfirma Inexio sagte, sie freue sich, dass immer mehr Orte ans Netz kommen, denn Inexio seien spezialisiert auf den ländlichen Raum. Wenn alles abgeschlossen sei, werden die Verträge umgestellt, die Rufnummern könnten von den bsiherigen Anbietern übernommen werden. Nun liegt der Ball bei Inexio, möglichst zügig zu arbeiten. Der Landtagsabgeordnete Joachim Kößler lobte diesen Fortschritt für den ländlichen Raum, denn auch vor der Landwirtschaft sei die Bürokratie nicht stehen geblieben und über Marktpreise und Zuschüsse gelte es, sich tagesaktuell zu informieren. Die Bundes- und die Landesregierung hätten die Digitalisierung in den Mittelpunkt des Wirtschaftswachstums gestellt, er sei froh, dass der Landkreis Karlsruhe als Pilot vorangehe.

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