Telematis Weingarten heißt start-ups willkommen

Hilfe bei den ersten Schritten

Die Firma telematis Weingarten ist ein Unternehmen, das sich auf die Planung und Realisierung von IP-Netzen, Sicherheitslösungen und Netzwerkmanagementlösungen für mittelständisch Unternehmen, Großunternehmen und Behörden spezialisiert hat. Sie bieten Dienstleistungen, die die Kommunikationsinfrastruktur und E-Commerce-Lösungen verfügbar halten. Denn „das Netzwerk ist das Nervensystem eines Unternehmens“.

In der vergangenen Woche hat telematis zu einem interessanten Treffen eingeladen:

Viele Studenten aus den Fachbereichen Technik, IT und Management haben schon in jungen Semestern einen Arbeitsvertrag mit den Großen der Branche in der Tasche, aber viele wollen sich auch selbständig machen. Gerade diese jungen Idealisten brauchen am Start ihres Unternehmens auch Beratung und Unterstützung sowie einen konkreten Arbeitsplatz. Es geht auch um Flächen, Büros und Infrastruktur. Die Firma telematis Netzwerke GmbH hat sich das zur Aufgabe gemacht und bietet am Sitz ihres Unternehmens in Weingarten zehn Arbeitsplätze für diese startups. Am gestrigen Freitag war die Auftaktveranstaltung für eine Initiative, die Interessierte aller Seiten zusammenbringen soll.

Am Tisch saßen David Domjahn und Ralph Rehhorn von telematis, der Bundestagsabgeordnete im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur,  Christian Jung (FDP) als Schirmherr der Initiative, Weingartens Bürgermeister Eric Bänziger, Frank Roth, Vorstandsmitglied im Cyberforum und der „AppSphere AG“ in Ettlingen, die sich mit der Digitalisierung von Arbeitswelten befasst, Thomas Neumann, Leiter Gründungen und Beteiligungen am Karlsruher Institut für Technologie, und weitere Partner aus der Industrie. „Wir sind sozial engagiert, wir wollen unsere Erfahrungen an junge Kollegen weitergeben, ihnen helfen, zum richtigen Partner und zum richtigen Modell zu kommen und Weingarten etwas zurückgeben“, begründete David Domjahn das Engagement. Ihr Ziel sei, nicht nur Büroflächen an junge Firmen zu vermieten, sondern sie auch von Alltagsproblemen und rechtlichen Fallen wie Verträgen, Mahnungen und ähnlichem zu entlasten und ihnen dafür eine Plattform zur Verfügung zu stellen.

Jung sah in der Region ein großes Potenzial für diese Sache, wobei er vor allem den Fachkräftemangel im Blick hatte. Er halte das für beide Seiten für befruchtend. In diesem Haus sei „die Kita, die Anfänger betreut“, schmunzelte er, „werden sie größer, müssen sie raus“. Neumann berichtete, er habe rund 30 Gründungen im Jahr, darunter auch viele technische Teams. Diese bräuchten nicht nur einen Computer sondern auch Laborflächen und Produktionsflächen. Bänziger wies auf ein neues Gewerbegebiet hin, in dem er sehr gerne Firmen aus diesen Bereichen ansiedeln und hochwertige Arbeitsplätze schaffen würde. Er lockte mit einer „komfortablen Situation“ und der Kompletterschließung mit Glasfaser. Roth sagte, eine Stadt müsse sich überlegen, wie sie junge kluge Köpfe halten könne: „Das könne auch über Zuschüsse gehen“. Neumann sagte dazu, die Gründungsteams aus dem KIT blieben gerne in der Region. Gute Gründe seien Nähe zur Forschung in Eggenstein und die Nähe zu Karlsruhe. „Und die Lebensqualität im Karlsruher Speckgürtel“, ergänzte Jung. Der nächste Schritt ist nun ein Treffen von potenziellen Investoren und Gründern. Wer Interesse hat, kann sich über startup@telematis.de melden. 

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