Der „Musikhock im Sohl“ ist ein Anlaufpunkt bei jedem Wetter

Zahllose Maiausflügler füllten den Hof

Für jede Freiluftveranstaltung ist die wichtigste Voraussetzung für gutes Gelingen halbwegs schönes Wetter. Nicht so beim „Musikhock im Sohl“. „Wir sehen das mittlerweile völlig entspannt“, sagt der Vorsitzende des gastgebenden Musikvereins, Wolfgang Heid. „Seit dem Starkregen in 2016 machen wir uns gar keine Gedanken mehr, dass niemand kommen könnte. Wir wissen, dass es gut wird.“ Damals war es zum ersten Mal unmöglich, die legendäre Biertischreihe, die sich sonst die ganze Straße entlangzieht, zu besetzen. Kurzerhand stellte Familie Holzmüller ihre Scheune zur Verfügung – und das Fest war gerettet. Die Besucher kamen trotzdem.

„Wir unterstützen den Musikverein seit mittlerweile 13 Jahren und tun das sehr gerne“, sagt Maria Holzmüller dazu. Woher kommt der gigantische Zustrom? „Wir laden über befreundete Vereine die ganze Region ein, aber wir sind den Weingartnern dankbar, dass sie das Fest so gut annehmen und jedes Jahr in Scharen kommen“, sagt Heid. „Klar gehen wir in den Sohl. Jedes Jahr bei Wind und Wetter“, erklären Mareike Held und Sabine Oberacker unabhängig voneinander. Mit ein Grund: Die mäßige Entfernung und die familienfreundliche Erreichbarkeit aus allen Richtungen. Die Siedlung „Sohl“ - und dieses Fest –sind ein Anreiz für Mai-Wanderer, Radler, Motorradfahrer, Jugendgruppen und Familien mit Kinderwagen, der seinesgleichen sucht. Entsprechendes Gewusel herrschte auch an diesem Maifeiertag 2018. „Wir waren jetzt ein paar Jahre lang bei anderen Vereinen, jetzt sind wir wieder hier. Denn uns ist immer wichtig, einen Verein zu unterstützen“, erklärt Klaus Gierich vom Schützenverein, der mit einer Vierergruppe angekommen ist. Ab elf Uhr waren die Stände geöffnet, ab zwölf Uhr reichten bereits die Plätze nicht mehr und mussten zusätzliche Garnituren aufgestellt werden. „Das Wetter ist trocken und nicht so warm - optimales Wanderwetter“, schätzt Anke König an der Bonkasse. Der Verein ist mit allen Kräften im Einsatz: der Trompeter frittiert die Pommes, die Flötistin brät die Maultaschen, der Mann an der Tuba steht heute am Zapfhahn. Darum übernehmen die musikalische Unterhaltung, die ja beim „Musikhock“ nicht fehlen darf, befreundete Blasmusikvereine, heute die „kleine Besetzung“ des Musikvereins Busenbach mit schwungvollen Melodien. Zur frühen Mittagszeit trifft der Kleinbus aus dem „Haus Edelberg“ ein, der eine Gruppe von Senioren bringt, begleitet von ihren Betreuungskräften Peter Kessler und Beate Folz. „Wir machen das ganze Jahr zu jeder Jahreszeit immer passend solche Ausflüge, in alle Richtungen“, erklärt Peter Kessler. „Damit unsere Senioren, die noch mobil sind, auch noch am Dorfgeschehen teilnehmen können. Das ist ganz wichtig“, erklären die beiden langjährigen Mitarbeiter.

Zurück