Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft

Der Baugenossenschaft Weingarten geht es richtig gut. Seit 99 Jahren erfüllt das Unternehmen den Auftrag, breite Schichten der Bevölkerung mit gutem und bezahlbarem Wohnraum zu versorgen und errichtet, vermietet und verwaltet hierfür Immobilien. In seinem Bericht auf der ordentlichen Mitgliederversammlung über das Geschäftsjahr 2017 nannte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Scholz eine Bilanzsumme von 8,2 Millionen Euro. Schwerpunkt der Aktivität ist das laufende Neubauprogramm das sukzessive die nicht mehr sanierungsfähigen Alt- durch Neubauten ersetzt. Daneben pflegt und erhält die Genossenschaft mit großer Sorgfalt ihre Bestandswohnungen. Mit den hierfür erforderlichen Handwerkern, vorwiegend vom Ort und aus der Region, arbeitet sie seit vielen Jahren zusammen, ebenso mit der Volksbank Stutensee-Weingarten, ebenfalls eine Genossenschaftsbank. Kritik übte der Vorsitzende an der Zurückweisung eines Bauantrags durch die Gemeinde Weingarten auf Aufstockung bestehender Gebäude in der Goethestraße, was eine Änderung des Bebauungsplans erfordert hätte. Dazu sei das Bauamt „zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bereit“ habe er hören müssen. Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Fritscher verwies hierzu auf die laufende Prioritätenliste, in der der Antrag enthalten sei. Die momentane Arbeitssituation habe diese Rückstellung erzwungen. Mit Rücksicht auf die besondere Position der Baugenossenschaft sei die Gemeinde aber um eine Lösung bemüht. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Weickum bescheinigte der Genossenschaft eine ordentliche und satzungsgemäße Geschäftsführung. Es bestand keinerlei Diskussionsbedarf, weder unter dem Punkt „Aussprache“ noch „Verschiedenes“, was der Vorsitzende als Zeichen allgemeiner Zufriedenheit wertete. Der Jahresabschluss wurde einstimmig genehmigt und Roland Roth, ein langjähriges Mitglied, sprach von einem „hervorragend geführten Unternehmen“. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Nach ebenfalls einstimmigem Beschluss wird eine Dividende von drei Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet, der restliche Teil des Jahresüberschusses in Höhe von 101.000 Euro wird den Rücklagen zugeführt. Die Aufsichtsratsmitglieder Siegfried Pollak, Thorsten Reinschmidt, Gerald Sütsch und Michael Weickum wurden nach Ablauf ihrer dreijährigen Amtszeit einstimmig wiedergewählt. Thomas Becker scheidet aus beruflichen Gründen aus und wurde nicht ersetzt.

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