Frauenkreativmarkt „Klein Montmartre“ - 50 Stände auf dem Rathausplatz und entlang des Walzbachs

Frauen scheinen über eine unerschöpfliche Kreativität zu verfügen. Was am Samstag auf dem Rathausplatz zu finden war, zeugte von originellen Ideen und flinken und kundigen Händen. Auch in der 14. Auflage war der „Frauenkreativmarkt“, der sich längst als Magnet für Künstlerinnen aus der ganzen Region etabliert hat, ein stimmungsvoller Treffpunkt. Besonders breit war in diesem Jahr das Angebot im Textilbereich. Weniger Bekleidung als vielmehr Taschen und nochmals Taschen: Vom kleinen Brillentäschchen bis zum großformatigen Shopper, von dezenter Farbigkeit bis zu auffälligem Design. Daneben Gebrauchsartikel für Küche, Tisch und Terrasse. Besondere Hingucker waren aus alten Stoffen genäht und kunstvoll dekoriert. „Solch alte Tischdecken kann man nicht mehr verwenden, aber die geklöppelten Spitzen sind wunderbar“, sagt Erika Harenburg aus Blankenloch. Mit dieser Linie liegt sie genau im Fokus der Veranstalter. „Wir schauen im Team auch darauf, ob Nachhaltigkeit im Spiel ist, also dass unbrauchbar gewordene Dinge einer neuen Funktion zugeführt werden“, erklärt Margit Lukasz. Die Damen melden sich per Mail bei Susanne Bürkert und das Team berät, wer zugelassen wird, damit die Vielfalt und das hohe Niveau gewahrt bleibt. Die Bewerberinnen bekommen dann eine Planskizze und eine Nummer zugeteilt, wo sie ihren Stand aufbauen können, denn viele reisen mittlerweile mit Pavillon. Was angeboten wird, ist durchweg von hoher Qualität und ausgefallenem Design. Die meisten Dinge sind für den Alltag, aber nichts ist alltäglich und vieles hat seinen Zweck nur darin, der Besitzerin Freude zu bereiten. Viele Verkäuferinnen haben auch Kinder im Blick. Für sie gibt es beispielsweise genähte Kaufladentäschchen, Geldbeutelchen im Miniformat oder sogar Buchhüllen für Pixi-Bücher. Geschirr und Keramik sind in diesem Jahr weniger im Sortiment, aber dafür umso exklusiver. Eine Ausstellerin aus Durlach bietet handbemaltes Kindergeschirr, jedes Teil ein Unikat. Auf der schattigen Empore des Platzes hat sich mittlerweile eine Saxofongruppe der Jugendmusikschule Bretten unter Leitung von Robert Amend aufgebaut und vermittelt mit flottem Swing und Dixie beste Laune. Die Sonne meint es gut mit dem Markt, der schon in manchen Jahren Wind und Regen trotzen musste. Eine Anbieterin der ersten Stunde ist Dorit Dagan-Goldmann mit ihrem exquisiten Schmuck. Mit ihr finden sich noch weitere Schmuckhändlerinnen und die Auswahl ist bestechend groß. Auch für Kommunikation und Werbung ist dieser Markt ein idealer Ort. Die Kundinnen kommen, schauen, prüfen und die Mund-zu-Mund-Propaganda ist die beste Werbung. Das hat sich in 14 Jahren bestens gezeigt.


An jedem Stand ist nicht nur die Ware sehr sorgfältig angeordnet, sondern viele sind außerdem noch kunstvoll dekoriert.

 

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