Funkmasten für die Flugsicherung auf dem Katzenberg

Wandert ein Spaziergänger auf dem Katzenberg immer weiter nach oben, so gelangt er über die Weinberge hinaus in den Wald – und erlebt plötzlich eine Überraschung. Nur wenige Meter seitlich der Verbindungsstraße zwischen dem „Köpfle“ und dem „Höheforst“, auf dem höchsten Punkt des Katzenbergs, ist ein Stückchen Wald, nach Aussage von Förster Michael Schmitt rund 1300 Quadratmeter, gerodet und stehen zwei Masten. Nur aus einer ganz bestimmten Perspektive und sehr spät sind sie vom Tal aus zu erkennen. Es sind Flugsicherungsmasten, erklärt Hauptamtsleiter Oliver Russel. Die Deutsche Flugsicherung wird hier eine Raumzelle mit zwei Funkmasten errichten. Die Masten, die mit einem Tieflader angeliefert und mit einem Kran aufgerichtet wurden, stehen schon, das Technikgebäude folgt noch. Der Standort habe sich als optimal für die Flugsicherung herauskristallisiert, begründet die Deutsche Flugsicherung die Platzwahl. Nur von diesem Punkt aus bestehe eine durchgängige Sichtverbindung zum Center Karlsruhe Waldstadt. Bei der Funkstelle auf dem Katzenberg handele es sich nach der seinerzeit im Ausschuss für Umwelt und Technik zitierten Aussage des Vertreters des Betreibers, Nils Dettling, um eine reine Flugfunk-Empfangsstelle, die die Sprachaussendungen der Flugzeugpiloten im VHF/UHF-Frequenzband lediglich empfangen und keine elektromagnetischen Wellen abstrahlen werde. Die Sichtfunkverbindung sei darum notwendig, heißt es weiter, weil zwischen der Funkstelle und dem Center Karlsruhe eine Richtfunkstrecke betrieben werde. Mit geringer Leistung, extrem stark gebündelt und in 150 Meter Höhe werden die Sprachaussendungen der Flugzeugpiloten an die Flugverkehrslotsen im Center Karlsruhe weitergegeben. Wegen der verwendeten hohen Frequenzen und der geringen Sendeleistung müsse eine Sichtverbindung zwischen Sender- und Empfangsantenne bestehen. Das sei auf diesem Standort gegeben.

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