Der Abenteuerspielplatz ist eröffnet

Der Wasserplatz wird die große Attraktion des neuen Abenteuerspielplatzes werden. Das zeigte sich bereits am – zugegebenermaßen hochsommerlich heißen – Eröffnungstag zu dem zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, Gemeinderäte, Mitarbeiter der ausführenden Firma und die Landschaftsarchitektin Anja Grün vom Planungsbüro „Stadt und Natur“ gekommen waren. Der Brunnen ist an die Frischwasserleitung angeschlossen, wird mittels einer Kurbel nach Bedarf aufgedreht und ergießt sein Wasser über einen künstlichen Bachlauf in einen Sand-Matsch-Bereich. Sehr sinnig sind kleine Brettchen, die an den einzelnen Abschnitten des Bachlaufs als Sperre eingesetzt werden können. Im Nu war der Wasserlauf umlagert und die Kinder konnten nicht genug bekommen vom Fließen, Anstauen, Überlaufen und Weiterfließen lassen. „Der Brunnen ist ein französisches Modell mit Kreiselpumpe“, erklärte Ortsbaumeister Oliver Leucht. „Er hat eine Pumpe zum Drehen statt eines Pumpenschwengels und ist darum nicht so störanfällig.“ Der Brunnen ist nicht die einzige Attraktion. Die Anlage erweist sich als sehr durchdacht und für Kinder jeden Alters ansprechend. Er gliedert sich thematisch in die Elemente „Erde, Wasser, Luft“. Im rückwärtigen Gelände realisiert sich „Erde“ in kleinen Hüttchen, die an ein Pfahlhüttendorf erinnern und darauf warten, im Rollenspiel „bewohnt“ zu werden, und einer großen Wiese mit Baumstamm-Mikado. „Luft“ wird dargestellt in einer Rutsche, die sinnigerweise nach Norden gedreht ist, damit sich die Rutschfläche in der Sonne nicht übermäßig aufheizt.

Ein großer Sandplatz und mehrere Schaukeln bieten Bewegungsmöglichkeit. Sitzplätze für die Eltern erlauben einen Aufenthalt und machen den Spielplatz nicht nur zu einem echten Anziehungspunkt für die Bewohner des Neubaugebiets, vor deren Tür er praktisch liegt, sondern auch zu einem Ausflugsziel für alle Altersstufen. Eine Kleinkindschaukel ist nicht vorhanden, statt dessen zwei Vogelnestschaukeln. „An allen Seiten geschlossene Kleinkindschaukeln fördern Kinder nicht in ihrer Selbständigkeit“, begründete die Planerin Anja Grün die Wahl. Bauhofleiter Dirk Pfirrmann bestätigte die Wahl dahingehend, dass neben „normalen“ Schaukeln Kleinkindschaukeln aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt seien, damit nicht andere Personen unwillkürlich in den Schaukelradius laufen. „Mit diesem Spielplatz wurde ein großer Schritt zum Abschluss des Baugebiets „Moorblick“ getan, das in kurzer Zeit bis auf drei Restgrundstücke verkauft und im wesentlichen bereits bebaut ist“, sagte Bürgermeister Eric Bänziger. 180.000 Euro habe der Gemeinderat seinerzeit für den Spielplatz bewilligt, der Teil eines Gesamtkonzepts sei. Zu einem späteren Zeitpunkt sei noch ein Rasenplatz mit zwei Toren für ältere Kinder vorgesehen sowie ein Parcours, der für Senioren geeignet sei.

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