„Metaxa“ in der Bruchsaler Str. 12 wird zum Begegnungszentrum - PPG-Projekt „Colorful Communities“ erfolgreich abgeschlossen

Das Werk ist vollendet. Mehrere Tage lang haben 45 Mitarbeiter der Weingartner Niederlassung von PPG die Räume des ehemaligen Gasthauses „Metaxa“ mit frischer Farbe nach dem Konzept von „Colorful Communities“ in ein helles und freundliches Begegnungszentrum verwandelt. „Colorful Communities“ ist die Bezeichnung für ein weltweites soziales Projekt, das der Konzern angestoßen hat und mit hohen finanziellen Mitteln und aktiver Manpower seiner Mitarbeiter umsetzt. Es geht darum, mit Farbe und einem frischen Anstrich Freude und Freundlichkeit in die Kommunen zu bringen. Eine lockere Abschlussveranstaltung mit leckerem Fingerfood sollte ein Dank für die Helfer sein und zugleich ein Übergang in den Alltag des „Freundeskreises Asyl“, der hier ein Begegnungszentrum mit vielerlei Angeboten für Einheimische und Geflüchtete gestalten wird. „Integration ist eine wichtige Sache“ bestätigte auch der Werksleiter von PPG, Claus Biesen, und dankte dem Team für seinen Einsatz. Auch Bürgermeister Eric Bänziger dankte der Firma für ihr großzügiges Sponsoring. „Colorful Community“ mache das Leben bunt. Er danke auch dem Freundeskreis für seinen vielfältigen Einsatz. „Die Farben tragen zur Erleichterung der Arbeit bei“ meinte der Ehrenamtliche Ulrich Schlemmer. Stellvertretend für alle PPG-Mitarbeiter dankte er der Organisatorin Nicole Sartorius, Projektmanagerin vor Ort, die die Weingartner Idee auf allen Ebenen durchgesetzt und die Konzernspitze von der Sinnhaftigkeit eines Einsatzes in Weingarten überzeugt habe. Die Firma PPG hat dafür 50.000 US-Dollar gespendet. Im Weiteren berichtete er von der Arbeit des Freundeskreises.

Der erste Freundeskreis habe sich bereits Ende der 80er Jahre gebildet, als zahlreiche „Boatpeople“ in Weingarten eintrafen. Monika Lauber und Christine Geiger waren damals engagierte Ehrenamtliche der ersten Stunde und sind es heute noch. Die Räume wurden seit dem Auszug des Gastronomiebetriebs auch bisher schon zu Schulungen, Versammlungen und ähnlichem genutzt, aber jetzt ist es perfekt. Im Schulungsraum dominiert Naturweiß an den Wänden, abgesetzt mit hellgelben Balken, die braune Holzvertäfelung im Sockelbereich ist frisch poliert, Fußboden und Treppe tragen terracottafarbenes Linoleum und der Gastraum wirkt unvergleichlich heller als zuvor. „Ab der zweiten Oktoberwoche werden wir im Schulungsraum Deutschkurse für Mütter mit Kleinkindern anbieten“, berichtet Gerti Daum. Sie ist eine der 70 Aktiven des Freundeskreises, die sich in zehn Arbeitskreise gliedern.
Sie leitet den Arbeitskreis „Lernen“, in dem rund 20 Lehrerinnen und Lehrer für Deutsch und Mathematik mitarbeiten. „Die Kinder werden in der Zwischenzeit im evangelischen Gemeindezentrum betreut, damit die jungen Mütter überhaupt eine Chance haben, ihren Deutschkurs in der erforderlichen Zeit zum Abschluss zu bringen“, erklärt sie. Ein weiterer Arbeitskreis sei das „Café International“. Als lockerer Treff mit Kaffee und Kuchen findet es jede Woche dienstags von 16 bis 18 Uhr bisher ebenfalls im evangelischen Gemeindezentrum statt. Es sei DER Anlaufpunkt für die Geflüchteten in Weingarten, erklärte Schlemmer. Nach Aussage von Annerose Stöckle wird das Café International vorläufig dort noch bleiben, bis die Zukunft des Gemeindezentrums am Marktplatz geklärt ist.

 

Motivierte Mitarbeiter der Firma PPG haben die beiden unteren Stockwerke des ehemaligen Gasthauses "Metaxa" frisch gestrichen

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