Fühltafeln im Sinnespfad am Walzbach erneuert

Allzuschnell waren die Fühltafeln, die eine Lerngruppe der Gemeinschaftsschule zum „Sinnespfad am Walzbach“ beigetragen hatte, den das Netzwerk „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ im vergangenen Jahr installiert hatte, abgerubbelt und mutwillig zerstört worden. Nun hat Beate Dichiser, Lehrerin an der Turmbergschule, das Projekt noch einmal aufgegriffen und im Rahmen des Kunstunterrichts mit einer Schülergruppe der damaligen Zehnten begonnen und jetzt vollendet. „Wir haben zunächst das Geländer vermessen, um die Größe der Tafeln festzulegen“, berichtet die Lehrerin. „Danach erst kam die Füllung.“ Zur Füllung wurde im Fundus geschaut, ob taugliches Material vorhanden sein, denn es sollten sehr unterschiedliche Dinge sein, die sich interessant anfühlen. Gefunden wurden metallene Schrauben, Zahnrädchen aus Kunststoff, hölzerne Leisten mit Mustern, ein Stück Kunstrasen und Kieselsteine. Aber nun bedurfte es für diese unterschiedlichen Materialien auch unterschiedlicher Klebstoffe, da das Werk wirklich haltbar sein sollte. Da war die Firma Kleiberit der richtige Sponsor und hat gerne und großzügig die jeweils passenden Klebstoffe gespendet: Holzleim, Zwei-Komponenten-Kleber, Epoxidharzleim und anderes. Eine Platte blieb leer. „Nein, die ist nicht leer“, lacht Beate Dichiser. „Das ist eine Spachtelmasse mit ganz feinen Rillen drin“. So fein, dass es schon eines ausgeprägten Tastsinns bedürfe, um etwas zu fühlen. Das ist spannend, in der Tat. Aber nicht nur die „leere“ Platte, sondern alle Platten, die in einer Reihe in der Nähe des Seniorenzentrums „Untere Mühle“ am Geländer hängen, sind mindestens einen Blick und eine Berührung wert.

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