Die Bauarbeiten am zweiten Bauabschnitt der Burgstraße haben begonnen

Mit einem krachenden Baggerbiss durch Bürgermeister Eric Bänziger wurde der zweite Bauabschnitt der Sanierung Burgstraße am Freitagnachmittag eröffnet. Die Straße liegt im Sanierungsgebiet „Ortsmitte“, weshalb das Vorhaben durch das Sanierungsprogramm des Landes mit 378.000 Euro gefördert wird, zusätzlich erhält die Gemeinde Mittel aus der Investitionshilfe Ausgleichsstock des Landkreises in Höhe von 210.000 Euro. Die Bauzeit sei, berichtete Bänziger den zahlreichen Anwesenden bis Mai 2019 vorgesehen. Gebaut werde auf der 260 Meter langen Strecke in drei Teilabschnitten: Von der Paulusstraße bis zur Luisenstraße, von der Luisenstraße bis zur Bruchsaler Straße und der dritte Abschnitt sei ein Eingriff in die Bruchsaler Straße selbst. Hierfür werde die Bruchsaler Straße halbseitig gesperrt und der Verkehr mit Lichtzeichen geregelt. Der erste Abschnitt zwischen der Paulus- und der Luisenstraße soll bis November 2018 fertiggestellt sein. Neben der Erneuerung der 4.200 Quadratmeter Verkehrsflächen seien vor allem die Tiefbauarbeiten aufwendig. Darunter falle die Komplettsanierung des Abwassers in ein Trennsystem, teilweise Sanierung der Wasserversorgung und der Ausbau der Breitbandversorgung. Die Auftragssumme des zweiten Bauabschnitts betrage rund 2,75 Millionen Euro brutto. Bänziger dankte der Planerin Elke Gericke vom Büro Modus Consult. Er erinnerte an eine lange Planungsphase mit drei Bürgerbeteiligungen. Er hoffe auf eine gute Bauzeit ohne Zwischenfälle. Ganz ohne Probleme werde es nicht abgehen, aber die Verwaltung und alle am Bau Beteiligten bemühen sich, diese in Grenzen zu halten. Bis auf zwei Monate, während derer die Bordsteine gesetzt werden, könnten die Anwohner jederzeit in ihr Haus gelangen. Die Mülltonnen sollten bis 15.30 Uhr am Vortag bereitgestellt werden, damit sie von Mitarbeitern der Baufirma abgeholt und zur Sammelstelle gebracht werden können.

Die weiteren Bauvorhaben – Sanierung Jöhlinger Straße und Kirchplatz – werden ebenfalls noch in diesem Jahr begonnen. Das sei so zwar nicht vorgesehen gewesen, sei aber im Wesentlichen der Situation in der Bauwirtschaft geschuldet.  Er hoffe aber, so Bänziger, dass der überörtliche Verkehr dadurch von vornherein abgeschreckt werde und die überörtlichen Umleitungen nutze.

Im Interesse einer umfassenden Aufklärung hatte die Gemeinde die Anlieger der Burgstraße einschließlich der Seitenstraßen (Luisenstraße, Schillerstraße und Breitwiesenweg) am Vorabend des Baggerbisses zu einem vierten Informationsabend ins Turmzimmer des Rathauses eingeladen. Nachdem Elke Gericke nochmals die Grundzüge der Planung erläutert hatte, betonte Bänziger, die Gemeinde sei bestrebt, dass die Anlieger auch während der Bauzeit ihre Häuser und Höfe in der Regel anfahren können. Die fußläufige Erreichbarkeit der Häuser wird durchgehend gewährleistet. Die Vertreter der Baufirma Harsch sicherten dies auch zu, weil das aktuelle Baufeld abschnittsweise nur etwa 25 Meter betrage außer der Zeit, wenn die Hausanschlüsse gemacht werden. Dann werden in der Regel meistens vier Häuser zu einem Abschnitt von zirka 50 Metern zusammengefasst. Eine weitere Einschränkung von vier bis sechs Wochen gibt es bei den Zufahrten, wenn die Bordsteine gesetzt werden.

Für die gesamte Bauzeit dieser drei Vorhaben werde ab Mitte April im Lammeck ein Baustellenbüro eingerichtet. 

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