Informationsveranstaltung 06.06.2018 Sanierung Jöhlinger Straße (1. BA)

Am 2. Juli wird’s ernst. Ab diesem Tag wird die Jöhlinger Straße zwischen Rathaus und Jöhlingen  für den überörtlichen Verkehr voll gesperrt. In einer gut besuchten Informationsveranstaltung wurden jetzt Anlieger und Betroffene umfassend über alle Einzelheiten informiert. Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Fritscher begrüßte die Teilnehmer und Zuhörer und erteilte der Planerin Elke Gericke das Wort. Umfangreiche Tiefbauarbeiten und Deckensanierungen machen eine Baustelle von insgesamt drei Jahren erforderlich, sagte sie. Gearbeitet werde in drei Baubschnitten (BA), beginnend mit BA I, der von Osten her ab der Carix-Anlage bis zur Zufahrtsstraße Sohl reicht. Dieser Abschnitt wird bis Ende April 2019 dauern und wird in drei weitere Bauphasen gegliedert.

Die Tiefbauarbeiten

Gerold Ebert vom beauftragten Tiefbauingenieurbüro erklärte die Vorgehensweise der Tiefbaumaßnahmen. Zur Erneuerung der Trinkwasserleitungen werde eine Notversorgung über provisorische Leitungen an den Hausfronten entlang geführt, Rohrbrücken werden hergestellt und kurze Stichleitungen zu den abzweigenden Straßen verlegt. Zur Entwässerung werden alle – auf der ganzen Strecke insgesamt 102 - Hausanschlüsse ausgetauscht, was einen beträchtlichen Zeitaufwand erfordere. Der Abwasserkanal sei von Osten kommend bis zur Abzweigung Gipfelsberg nicht sanierungsbedürftig. Bis hierher, erklärte Planerin Elke Gericke, werde nur die Wasserleitung und Glasfaser verlegt und die Gehwege verbreitert. Danach beginne die Vollausbaustrecke, in der der Straßenkörper tief ausgekoffert und alles erneuert werde. Der gesamte BA I werde mit zwei Kolonnen von zwei Seiten bearbeitet, berichtete Rainer Schmiederer von der bauausführenden Firma Köhler Bau aus Karlsruhe. Innerhalb dieses Abschnitts wandere die Baustelle, da immer wieder Teilbereiche mit einer provisorischen Decke zugänglich gemacht werden.

Die Grundstücke sind fußläufig jederzeit erreichbar

Die Erreichbarkeit der einzelnen Grundstücke sei zumindest fußläufig jederzeit gegeben, mit dem Fahrzeug nicht immer. Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sei mit der Feuerwehr und den Rettungsdiensten besprochen, es werden geeignete Zuwege geschaffen. Die Mülleimer sollten am Tag vorher bis 16 Uhr vor den Anwesen bereitgestellt werden, so dass sie dann von der Baufirma zu einer ausgewiesenen Sammelstelle gebracht und wieder abgeholt werden können.  Ortsbaumeister Oliver Leucht forderte die Bürger auf, sich bei anstehenden Besonderheiten (etwa ein Umzug) möglichst frühzeitig an die Baufirma zu wenden, damit Lösungen gefunden werden könnten. Ab dem 2. Juli ist das Baustellenbüro am Marktplatz 4 jeden Donnerstag von 8.30 Uhr bis 10 Uhr besetzt, der Polier von Köhler Bau wird täglich auf der Baustelle sein und das Ortsbauamt ist über (07244) 702040 erreichbar.

Die überörtlichen Umleitungen

Hauptamtsleiter Oliver Russel erläuterte die Verkehrsumleitungen. Die großräumige Umleitung für den Durchgangsverkehr werde über die B 10 und B 293 über Berghausen oder die B 3 bis Bruchsal und die B 35 über Bretten geführt. In die Jöhlinger Straße hineinfahren kann nur noch – wenn zeitweise überhaupt – wer dort wohnt oder dort etwas zu tun hat. Auf Weingartner Gemarkung selbst wird keine offizielle Umleitung ausgewiesen. Mit den Bewohnern der Aussiedlerhöfe seien Möglichkeiten besprochen worden. Die notärztliche Versorgung sei jederzeit gegeben. Die Feuerwehr habe ständig einen Verantwortlichen in Rufbereitschaft, zusätzliche Depots für Löschmaterial werden eingerichtet

 

Antworten auf die Fragen der Anwohner:

Das Wasser in den provisorischen Leitungen ist desinfiziert und geprüft.

Das Beweissicherungsverfahren wurde bereits durchgeführt.

Die Leitungsgräben werden nicht gespundet.

Die gesamte Bauzeit beträgt drei Jahre.  Bis Ende 2018 sollen die Planungen für den BA II fertig sein.

Der Bärentalweg wird anfahrbar sein, die Heidengass ebenso.

Für den innerörtlichen Verkehr werden keine offiziellen Umleitungen ausgewiesen. Es gibt keine Anwohnerausweise.

Die notärztliche Versorgung ist gesichert, auch durch Kooperation mit der Feuerwehr Walzbachtal

Die Kosten für die Hausanschlüsse zahlt die Gemeinde bis zur Grundstücksgrenze. Einzelfälle werden separat besprochen.

Die Straßenraumgestaltung wird so erfolgen, wie es dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom November 2017 entspricht. 

Die Präsentation finden sie hier

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