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Eine Abordnung der Bundeswehr stellte zusammen mit Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Weingarten die Ehrenwache

Zum Volkstrauertag Gedenkfeier in der Friedhofskapelle

Der Volkstrauertag hat auch über 70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs nichts an seiner Bedeutung verloren. Auch in Weingarten wird er alljährlich als Gedenktag für die Opfer der Weltkriege aber auch von Terror und Gewaltherrschaft begangen. Bürgermeister Eric Bänziger begrüßte unter den Teilnehmern Gemeindediakonin Elke Seiter, die neue Vorsitzende des VdK Sabine Grosche, die das Amt von Herrn Milch vor kurzem übernommen hat, die Feuerwehr, die Ehrenwache der Bundeswehr sowie den Posaunenchor und die Mitglieder des Gesangvereins „Liederkranz“. In seiner Ansprache sprach Bänziger zunächst den grausamen verheerenden Ersten Weltkrieg an, der durch ein beispielloses Massensterben das Leben in Europa auf Dauer verändert habe. Gerade deshalb sei der Volkstrauertag ein Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden. Die gemeinsame europäische Erinnerung an diesen kollektiven Albtraum sei mit ein Grund, Europa als Staatengemeinschft zu erhalten und weiter zu fördern. Sehr förderlich seien in diesem Sinne die Partnerschaften zwischen Weingarten und Liverdun, aber auch Olesa de Montserrat. Sie gelte es zu pflegen und aufrecht zu halten. Vielleicht sei es auch an der Zeit, Partnerschaften Richtung Osten zu suchen mit gleicher Intention. Der Volkstrauertag sei ein Auftrag für uns alle, ein Tag der Selbstkritik und der Mahnung, aber auch der Hoffnung und Zuversicht für eine friedliche Zukunft.

Nach einem weiteren Musikstück hielt Elke Seiters die Ansprache. Einer der für diesen Tag vorgesehenen Texte der Bibel sei die „Offenbarung 2, 10“: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“. In deutlichen Worten zeigte sie auf, wie dieser Satz in den vergangenen Jahrhunderten missbraucht wurde. Denn von der Treue zu Gott sei die Rede, nicht von der Treue zum Kaiser, zum Vaterland oder zum Führer. Menschliche Treue sei etwas sehr Wertvolles aber sie solle nicht als Kult missverstanden werden. Das Wort „Treue“ sei vergleichbar mit den Wurzeln einer Eiche, die dem Baum Halt geben. „Klammere Dich in deiner Not an Gott wie die Wurzeln der Eiche“. Je stärker dein Halt, desto freier kannst du den Stürmen der Welt trotzen. „Wir brauchen heute neuen Mut zur Treue“, sagte sie. Treue zum Frieden in Europa. Mut, um uns gewaltlos für den Frieden in der Welt einzusetzen, Treue zu den christlichen Werten, der Basis der Demokratie. Nach diesen Ansprachen begab sich die Gemeinde zu zur Gedenkstätte für die auf Weingartener Gemarkung umgekommenen Menschen und anschließend zu den Soldatengräbern, um einen dort einen Kranz niederzulegen, ebenso zu Ehrenmal am Wartturm, wo mit einer Kranzniederlegung der Gefallenen Soldaten und der deportierten Weingartner Juden gedacht wurde.

Starker Heckenschnitt am Radweg zur Waldbrücke

Im Ausschuss für Umwelt und Technik berichtete Friederike Schmid, dass die Hecke entlang dem Fahrradweg zwischen Hefenbrücke und der Ampel in der Waldbrücke ziemlich radikal zurückgeschnitten worden sei, teilweise seien nur noch Stümpfe übrig (siehe Foto). Dadurch sei ein Lebensraum zerstört worden, denn diese Hecke sei ein Biotop insbesondere für Nachtigallen gewesen, die darin gebrütet hätten. Fritz Küntzle meinte zwar, die Hecke sei ja nicht gerodet sondern nur geschnitten worden. Das Holz treibe wieder aus und wachse nach. Hans-Martin Flinspach vermutete, möglicherweise habe das Straßenbauamt des Landkreises diese Maßnahme an der Kreisstraße vornehmen lassen.  Dennoch, meinte Bürgermeister Eric Bänziger, sei es ein übertriebener Eingriff in ein biotopkartiertes Gebiet gewesen. Er werde sich nach der Veranlassung der Sache beim Landratsamt erkundigen.  Im nachfolgenden Telefonat hat der zuständige Amtsleiter im Landratsamt zugesichert sich der Sache anzunehmen, damit die Pflege künftig angemessen erfolgt.

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